Mein Beitrag zum Thema runningMARS ist eine Serie von Plakaten mit verscheidenen
Bildmotiven aus dem Weltraum. Die Bilder vom Mars erscheinen uns wie
realistische Abbildungen des Planeten. In Wirklichkeit sind es Daten,
die auf der Erde zu scheinbar stimmigen Bildern zusammengesetzt werden.
Sie entsprechen in erster Linie unserer Vorstellung vom Bild. Die Übersetzung
von Lichtfrequenzen in Daten und von Daten in lesbare Bilder oder virtuelle
3D-Szenerien ist ein komplexer Prozess von unterschiedlichen Übertragungsmethoden.
Jeder Schritt von einem Medium in ein anderes bedeutet, daß eine
Veränderung stattfindet. Es werden sowohl Informationen weggelassen
als auch andere hinzugefügt. Die Übertragung einer Fotografie
beispielsweise in eine Druckvorlage verändert die Bestandteile
und somit natürlich den Charakter des Bildes. Die Umwandlung wird
vollzogen durch Filtern und Zerlegen der Bildinformation und neu Zusammensetzen
in Form von einzelnen gerasterten Ebenen.
Bei der Übertragung von Bildern vom Mars kommen eine Reihe von
Modusänderungen zum Tragen. Das Bild des Planeten in den Medien
repräsentiert eine Möglichkeit des Sichtbaren. Meine Arbeit
für runningMARS thematisiert die Individualität des Bildes.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich ein Bild vom Universum
zu machen.